März 2026
9 neue Gerätewagen Betreuung für den Katastrophenschutz in Sachsen-Anhalt ...
Sachsen-Anhalts Innenministerin Dr. Tamara Zieschang hat am Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge (IBK) neun Gerätewagen Betreuung für den Katastrophenschutz an acht Landkreise und eine kreisfreie Stadt übergeben.
In ihrer Ansprache würdigte sie den wertvollen Beitrag der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die in einer Notlage zuerst vor Ort sind. „Dieses ehrenamtliche Engagement ist das Rückgrat unseres Bevölkerungsschutzes und damit von unschätzbarem Wert für die Sicherheit der Menschen in Sachsen-Anhalt. Das Land wird deshalb auch weiterhin alles daran setzen, die Einsatzkräfte bestmöglich auszustatten, damit sie für künftige Herausforderungen gewappnet sind“, sagte Frau Dr. Zieschang.
Die Gerätewagen sind mit einer Mannschaftskabine mit sechs Sitzplätzen für Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz ausgestattet. Im hinteren Bereich befindet sich ein Aufbau mit Ladefläche und Ladebordwand zur Unterbringung / zum Transport der Beladung. Neben der Standardbeladung können auch weitere benötigte Güter zur Betreuung der Bevölkerung wie Trinkwasser, Nahrungsmittel oder Betten transportieren werden.
Mit dem Beladungs-Modul „Versorgung“ können 100 betreuungsbedürftige Menschen unter Einhaltung lebensmitteltechnischer Standards versorgt werden. Die Ausstattung ergänzt eine Feldküche, die als Anhänger mit dem Fahrzeug mitgeführt wird. Die Beladung enthält ein Stromerzeugungsaggregat für den Betrieb der Geräte, ein Warmwassergerät, Materialien für den Transport von Trink- und Abwasser, ein Kühlgerät, ein Küchenzelt, Arbeits- und Spültische, Speisetransportbehälter sowie weiteres Küchenzubehör.
Das Beladungs-Modul „Unterkunft“ ist dafür ausgerüstet, 100 betreuungsbedürftige Menschen unterzubringen und mit Grundgütern zu versorgen. Mit der Beladung kann eine Notunterkunft in einem Gebäude, z. B. einer Turnhalle oder Schule, ausgestattet und betrieben werden. Für diesen Zweck enthält das Fahrzeug eine Büroausstattung zur Erfassung der Menschen, ein Stromerzeugungsaggregat für den Betrieb der Geräte, Festzeltgarnituren, 100 Feldbetten, ausreichend Lagermöglichkeiten für die Betreuungsausstattung sowie Materialien und Geräte für einen sicheren Betrieb (z. B. Feuerlöscher, Notlichter).
Frau Dr. Zieschang ließ sich im Detail die neuen Fahrzeuge und die beiden Betreuungs-Module erklären:
Der Fahrzeug-Übergabe ging eine ausführliche Schulung voraus:
Markus Rettler von Firma Ewers erklärte den Aufbau mit Ladegutabsperrung und Ladebordwand sowie den Lichtmasten:
Nico Kannenberg von Firma MAN informierte über das Allrad-Fahrgestell:
Torsten Becker von Firma B&T Solutions erklärte die Funk- und Signalanlage:
Klaus Schneider von Firma Dönges stellte die Betreuungsmodule „Unterkunft“ und „Verpflegung“ vor:
Mike Stumpe von Firma Eisemann erläuterte die Bedienung des Stromerzeugers:
Bis 16.00 Uhr konnten alle Fahrzeuge übergeben werden und zu ihrem zukünftigen Standort aufbrechen.